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| Atze & der Runnabout Racer |
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„Hotweels“ nee sowas hatte ich nie, ich habe angefangen mit Motocross. So über die Dünung bügeln und mit jedem Sprung das Leben spüren. Autos über das Dekor im heimischen Wohnzimmer schieben war nicht mein Ding. Aber die Amerikanischen Autos gefielen mir schon. Damals überlegte ich noch ob ich mir vielleicht mal so ein Teil zulege. 2003 machte ich aus dem Gedanken dann Realität. Ich besorgte mir einen 52er Oldsmobile. Er war ziemlich runtergekommen. Motor und Getriebe hatte ich gleich überholen lassen, die Patina vom Original wollte ich jedoch erhalten. War zwar nicht der schönste, aber er fuhr. Mit der Karre war ich dann bei den A-Bombers in Schweden und anschließend in England beim Hotrod-Hayride. Er war auch zuverlässig beim Race 61 der Roadrunners in Finowfurt. Soviel Spaß mir die Kiste auch machte, irgendwie wollte ich etwas anderes, authentischer sollte es sein. Ein Hot Rod so aus der alten Zeit wäre schon was cooles. Was überhaupt nicht in die Tüte kam war ein Streetrod, in meinen Augen absolut an der Zeit vorbei. Ein Schönwetter Auto brauchte ich nicht. Mir war schnell klar, Axel du brauchst einen Rennwagen, Buckelpisten tauglich, ausgefallen, originalgetreu und schnell. Beim Treffen in Schweden lernte ich einen Typen kennen der mir günstig ein Chassi vermachte. Ich kam meinem Traum nun tatsächlich näher. Einen Rahmen hatte ich nun, nur was daraus machen? Ich bekam zeitgleich noch einen Pick Up angeboten, ich hab echt richtig überlegt ob ich den Racer verwerfe, denn eine Idee dafür hatte ich immer noch nicht. Auf der einen Seite ein leerer Rahmen auf der anderen Seite ein fertiger Pick Up. „Tja gute Frage dachte ich“ und der Axel grinst. Ich habe mich dann für den Rahmen entschieden. Meine Devise hieß „Selber bauen“! Nur was? Mein bester Freund Gustav kam eines Tages mit der Lösung. „Du willst ein ausgefallenes Auto, authentisch schnell und Rennpisten geeignet, dann bauen wir einen Runnabout Racer. Meine Elter fassten sich an den Kopf, absolute Spinnerei, Junge wirf doch das Geld nicht aus dem Fenster raus. Gustav und ich saßen Nächte lang über Skizzen und Entwürfen bis wir uns schließlich für den coolsten Aufbau entschieden hatten. Blech gekauft und los ging’s. Gustav ist eine Ikone im Blech klopfen, so entstand über Wochen ein originalgetreuer Aufbau eines Runnabout Racers. Den Motor spendete ein oller Sedan, der nur wegen dem Motor angeschafft wurde. Die Maschine brauchte viel Mitleid und eine Menge Zeit. Anfangs galt sie als Hoffnungslos, aber ich wusste wir machen aus ihr wieder ein flottes vier Zylinder Herz ohne Schrittmacher. Was anderes hatten wir ja eigentlich auch nicht, so Axel. Für die Bremsen des alten Sedan galt genau das gleiche, ausbauen, aufarbeiten, in den Racer wieder einbauen. So standen Gustav und ich Nacht für Nacht und Woche für Woche in meiner Garage und gaben Frankensteins Monster neues Leben. Erst ohne Motorhaube kamen wir schnell zu der Meinung das er „Mit“ doch noch authentischer wirkt. Gesagt getan. 2009 habe ich dann mit dem Teil alle Rennen abgefahren, Rust ‚N‘ Dust, Finsterwalde, A-Bombers und Massen. Eine riesige Materialschlacht die ich abgerissen hatte. So ergab es sich dann zwangläufig zu ersten Aufarbeitung. Motor überholt, neue Felgen, neue Reifen, neuer handgearbeiteter Sitz und Umbau auf 12 Volt. Das ich mich richtig entschieden hatte, merkte ich, als Stetson, die Mützenfirma aus Amerika anrief und mich für ein Einwöchiges Fotoshooting buchte. Die Fotos sind übrigens auf Stetson.com und in Ihrem aktuellen Katalog zu bestaunen. Auch allgemein genießt der Renner großes Interesse, „eben Oldschool , ne wor“, schließt Axel. Ich denke wir werden ihn und seinen Ofen noch öfters auf diversen Rennpisten bewundern, ein Augen- und Ohrenschmaus ist er alle mal mit seinem authentischen vier Zylindern, Der Renner mit dem Audi Tank. Übrigens der Audi Tank ist ein Remake auf die Autostadt Zwickau, die Stadt aus der auch Axel und sein Racer kommen. |
