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Angefangen hat alles 1902, als mein Großvater geboren wurde. Er wuchs in einer Kaufmannsfamilie mit mehreren Lebensmittelfillialen in Deutschland auf. Schon im Jahr 1920 wusste er, dass die Zukunft im Auto liegt. Er packte mitten in der grossen Depression seine Sachen und schifte sich in Richtung Amerika ein. Nach Nordamerika war jedoch kein Reinkommen mehr und so entschied er sich kurzer Hand für Südamerika. In Rio de Janero angelandet fühlte er sich in seiner Autophilosophie bestätigt. Es zog ihn bis nach Lima in die Anden zusammen mit Indianern wo er am Bau der höchsten Eisenbahn beteiligt war. Das Glück und den Reichtum fand er hier jedoch nicht und so kam er 1922 zurück nach Deutschland. Sein Entschluss war jedoch gestärkt wurden. 1928 begann er mit dem Bau einer Tankstelle mit 10 Garagen und einer Hebebühne. Seine große Leidenschaft waren Rennen und Fotografieren. Sein erstes Rennen fuhr er mit einer DKW Sieger, mit der er mehrmals den ersten Platz errang. Dann folgten Autorennen mit einem Loreley. In den 30er Jahren fuhr er beim ADMV mit einer Matchless T3 500ccm in Bad Soden Allendorf ein paar Rennen und etwas später dann beim Göttinger Hainbergrennen.  1938 wurde die Tankstelle eröffnet und nur ein Jahr später stieg er als Flugzeugkonstrukteur ein. Es gab einige Flüge mit seinem Flugzeug auf der Wasserkuppe in der Rhön. Er hatte hier so große Erfolge das Hanna Reitsch ihn persönlich besuchte.

Benzin ins Blut kam auch von der Grossmütterlichen Seite. Als geborene Kluge war sie Väterlicher Seits die Cousine der Rennlegende Ewald Kluge (Wikipedia).

Ich stieg 1982 in das Tankstellengeschäft mit ein. Auf dem Hof einen Schuppen und die große Werkstatt, hatte ich hier die Gelegenheit mir mein erstes Motorrad zusammen zu bauen. Eine alte MZ/TS 150, die aber nie richtig lief. Mit 17 bekam ich mein erstes Auto, ein Saporoshez SAS-965. Der ist mir nur ein Jahr später durchgebrochen. Das nächste war dann ein 311er Wartburg, der in einer durchgegangenen Kuhherde sein Ende fand. Das nächste Fahrzeug war nun ein Wolga GAZ 24, den ich bis 1991 fuhr. Nach der Wende musste es unbedingt ein Bulli T1 werden. Baujahr 1960, den ich mir spartanisch als Wohnung ausbaute. Es folgten noch 13 Fahrzeuge bis heute. 
Die Idee zur Hotrod-Factory kam 2006 bei einem Treffen der GSRA. Anfangs als Shop gedacht, in dem Modellautos verkauft werden sollten, suchte ich nach einer Möglichkeit der Umsetzung. In der Cera & Toys für die ich früher schon gearbeitet hatte, fand ich den optimalen Partner. So wurde 2007 die Hotrod-Factory geboren. Inzwischen ist der Hauptsitz umgezogen in ein neues Gebäude, einer ehemaligen Berufsschule. In der Garage stehen im Moment 3 Fahrzeuge, ein Ford Model A 1928, ein Cadillac Fleedwood Sedan 1954 und ein Lincoln Continental 1964. Geschraubt wird in der Hauseigenen Werkstatt. Das Leitbild der Hotrod-Factory hat sich im Laufe der Zeit ebenfalls verändert. Der Sinn liegt darin Geschichte zu vermitteln, die Geschichte der Hot Rod Kultur in Europa. Es gibt sie sogar noch im 21. Jahrhundert. Hunderte von verrückten sitzen Jahr für Jahr in ihren Scheunen und Garagen und schrauben an ihren Blechkisten, um im Frühjahr über die staubigen Pisten in ganz Europa zu bügeln. Enthusiasmus pur. Um dieses einmalige Feeling in der Mischung von Benzin, Gummi, Abgase und einer Brise Verrücktheit festzuhalten, reisen wir hinter den Jungs her und Dokumentieren in Wort und Bild. Denn eines Tages werden die Enkel kommen! Das war mein Opa, er war dabei.
Wie es auf den Pisten und Dirt Tracks weiter geht erfahrt ihr immer aktuell auf der Hotrod-Factory.com.

 
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